THW nach schwerem Baustellenunfall gefordert

Einsatzkräfte sichern Gebäudefassade mittels Rüstholz und Bausprießen

 

03.03.2020


Auf einer Baustelle in der Offenbacher Innenstadt kam es in den Morgenstunden des 03. März 2020 zu einem Arbeitsunfall mit einem Schwerverletzten. Bei Baggerarbeiten lösten sich größere Teile der Fassade eines angrenzenden Wohnhauses und verletzten einen Arbeiter schwer.

Durch den Unfall klaffte ein zirka vier auf zwei Meter großes Loch in der Hauswand des Nachbargebäudes, zudem wurde das Fundament in Mitleidenschaft gezogen. Bauaufsicht, Statiker sowie Vertreter von Feuerwehr und THW entschieden sich aufgrund des unsicheren Gebäudezustandes zur Evakuierung des beschädigten Gebäudes. Das THW wurde mit den Sicherungs- und Stützmaßnahmen beauftragt.

Mittels Rüstholz und Bausprießen wurde das Loch im Kellerbereich durch die Offenbacher Helferinnen und Helfer abgestützt und das Gebäude stabilisiert - unterstützt wurden sie dabei vom Baufachberater aus Ober-Ramstadt.

Zudem überwachten die ESS (Einsatzstellen-Sicherungssystem)-Trupps aus Hünfeld mit Jürgen Raschdorf, Daniel Lengert und Felix Kiekopf und Bad Hersfeld mit ihrem Einsatzstellen-Sicherungssystem (ESS) die Fassade und hätten die im Gefahrenbereich arbeitenden Helfer bei einer Gefährdung warnen können.

Nach Abnahme der durchgeführten Sicherungsmaßnahmen durch Vertreter der Bauaufsicht und eines Statikers wurde die Konstruktion zum Schutz vor Regen mit einer Plane verschlossen. Teile der Baugrube wurden durch den Teleskopladers der Fachgruppe Räumen mit Kies verfüllt, um sie gegen Unterspülung zu sichern. Insgesamt dauerte der Einsatz für die 19 THW-Kräfte rund zwölf Stunden, verpflegt wurden sie in dieser Zeit vom Betreuungszug des Deutschen Roten Kreuzes.

Gegen 18 Uhr konnte die Einsatzstelle durch unseren Zugführer Michael Zier wieder an den Eigentümer übergeben werden und die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Text: THW Offenbach

Fotos: THW Offenbach

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